den augenblick fühlen und verbuchstaben
schmeckt das salz jeder träne gleich
verloren im regen jener eitelkeit
die botschaft des programmierten verlusts
beleckt vom verdeckten frust.
schätze nicht den frieden der lauen musik
die in den herzenschlaf trieft,
streune in meiner wahrheit rum
und schalte mich aus aus dem lauf.
leblos wie fernsehen ohne bild und ton
erdrücken schwarzen wellen
die aktivität der sonnenblume
um das leuchten des verblichenen zu erhellen.
leiser tod im takt des elsterflügelschlags
surrt in meiner klopfenden brust
und erinnert an den anbeginn der endlosen sehnsucht
nach schwarz-weißer liebesfrucht.
die wellen brechen in sich
gravieren zuviel in mich
und hauen mich mundtod
aus angst vor der erfahrung.
(c) tiwaz, 9-2013