den augenblick fühlen und verbuchstaben
blicke der sonne erhaschen,
mit wolken den himmel vernaschen,
honig fließen lassen
licht in dunklen gassen.
es geht uns gut im leben,
darum haben wir es so gern.
darum eben.
aber, was ist noch geblieben?
noch herrlich im vergangenen jahr,
bringt heute schon betrüben.
ist nicht alles schon vergeben und bezahlt?
unser leben - nicht schon kalt?
die spüren erst wenn wir sie auf die straße führen,
dass die welt am ende ist.
ein letzter baum wird sterben,
die letzte quelle tot
gras sich braun wird färben,
und wasser rot.
"warum das?"
ein frage verschwindet in einer lade.
einfach elendig,
sterben wir nun lebendig.
jene, die im wasser treiben
bemerken nicht,
dass aus wasser berge werden,
an denen unser schiff zerbricht.
©tiwaz’2010
(orig.15.12.2002)