den augenblick fühlen und verbuchstaben
im gedanken bin ich weg, im fernen land, voll sonne, voller zauber, blumen kann man duften hören und schwarze nacht färbt das auge. endlich gedanken speichern. es gibt unerklärliche (gem)einsamkeiten mit ohne ende visionen, gibt stolzattacken, die bei lauem wind augenblicklich und der wahren träumerei den rücken länger stärken.
kann alles leugnen, nur den takt des tiefen wünschens nicht. verdrängen heißt wünsche verleugnen. ich bin nicht gut darin. verliere nach kurzer zeit die verstollene beherrschung und unruhe schreit auf. ich lüge mich nicht mehr an. bin doch nur ich. keine zeugen. wen mache ich was vor?
ist es der verlorene wunsch, der gewunschene traum, der geträumte tag? viele dinge schwirren im kopf umher, wenig zum angreifen, viel gefühltes. mit träumerei erscheint selbst asche in farbe. was wäre wenn. meist drei worte, gedanken für abertausende bücher. sehne mir den traum herbei und liebe ihn. doch im begriff des höchsten, verlässt mich meine stärke. kann ich gefühle erzwingen, gelegenheiten erbetteln, hände behalten? bald sind wir allein, weg von daheim, weg von all dem gewöhnlichen mit dem ziel einsam zu sein. träume zu retten, schöne träume mit regie. fremd vertraut und nahe und doch so fern. frei und beklemmend. hat jemand eine ahnung wie schwer es ist leben zu träumen? für diese augenblicke zu leben? einer ist keiner. zwei sind einer zuviel. einige der zwei werden es verstehen. wenige viele werden den wind nicht bemerken. es ist das lied der alleinigen, der verträumten blüten, der erloschenen kegel. es ist die sprache der seltenen. nur ich und wir werden jemals die kraft berühren dürfen, die kein buch beschreibt.
es ist die brunft der heimlichen gedanken. die träumerei berührt jeden und jedes. nichts wird ausgelassen, nichts entlassen. stier nicht nach dem regenbogen in der sonnenzeit, suche nicht nach dem trockenem stein im bach. lass alles gleiten, in einem rausch nicht irdener musik wirst du dich finden und auch dein du. wirst dir gegenübersitzen und furcht verstehen, freude belachen, angst begleiten und liebe umarmen. wenn jeder von uns verstehend versucht zu leben, richtungen zu erleben und erkennen, dann wird eines trüben tages sonne nebel bersten lassen, trotz herrschender wintersmacht. nur wir und ich sind allein zusammen. alles herrscht im nicht haptischen. alles ist nicht glaubhaft und nichts gibt allen zu denken.
weißt du eigentlich, was wir uns sind? klein im bekannten und groß im reigen des unerreichbaren. uns kann niemand stehlen in welten, die kein papier beschreibt, uns kann niemand wenden, in zeiten die sonst niemand erreicht. nur einmal in meiner hand, würde eine pyramide aus sand im meer wachsen.
©tiwaz'zwanzigzehn