den augenblick fühlen und verbuchstaben
vieles zählt nicht mehr,
manches erregt mich mehr,
alles schweigt sich laut,
zur zeit ist nichts vertraut.
tränen sind nicht weiß,
sie sind weniger als mann sieht
und mehr als frau denkt,
transparent wie schweiß.
behütete einsamkeit,
breitet sein federkleid,
fühlt den nachtwind,
verflucht und schreit.
weite, weite ruft
mond, voll
licht in dunkler luft,
todessehnsuchtduft.
allein komme ich mir vor,
schuldlos voll geknickt,
allein - bei sovielen wenigen
zählt das erreichen von zielen nicht.
forellen vergangener wochen,
zeigen auf die spur,
vom wasser und natur,
bevor sie sterben wie rochen.
leute leiden leidsam,
arme kleiden arme kleidsam.
wie du, wie ich, wie nie.
ruhigkeit pflegt einsamkeit.
mehr hab ist weniger gut,
alles fehlt mir
vor allem der mut,
allein - das ist schon gut.
dunkelheit schmilzt im trabantenlicht,
der mensch merkt, dass er niederbricht,
und spürt die pflicht.
allein im schatten,
sieht man keine ratten.
gute nacht, guten morgen,
wünschen wir uns wieder,
und weiter segeln wir geborgen,
unsere boote reiben sich nieder.
kein licht,
nur schwarz,
alles flieht,
bleib da.
tiwaz©2010