den augenblick fühlen und verbuchstaben
viel zu lange bleib ich auf,
viel zu kurz der schlaf.
jeden tag dasselbe.
sehne mich nach endlicher ruhe.
der zahn der zu wenigen zeit nagt mir meinen kern heraus,
leer und lehrer werde ich,
unterrichte meine schmerzen vom leiden,
und mein herz blutet ins leere.
träume meine wünsche der ewigkeit,
die mich halten am halm der stunde,
in der zarten zeit der möglichkeiten,
und schützen vor dem wind des erwachens.
koste lange die momente der blicke,
sehne den geruch der berührung,
labe mich am geschmack der unerreichbarkeit,
erreiche unsterblichkeit.
©tiwaz, 6‘elf