den augenblick fühlen und verbuchstaben
blüten sterben
sich trocken,
landen am boden
warme umarmungen
gefressen vom herbst,
verlieren blätter
die haut bis zum gerippe,
verlieren sich in sich
das skelett freit
den boden,
und vermählt sind alsbald
wie liebe im traum.
süss duftende krumen
bekriechen die erde,
und schmieren die wurzeln
wie gelernt
gierig gesoffen,
hinauf in den baum,
bis vorn hin zum zweig
trotzt die versuchung.
und hält im frühjahr,
länger das licht.
erbricht sich der tod.
und verliert das gesicht
auferstanden im
ewigen kreis,
mehren sie blüten.
liebend ganz leis.
die pracht
lockt freudig
besamer und sammler.
wie immer,
ehe der herbst
den tod ansammelt
und sie wieder vergammelt.
voller sehnsucht.
©tiwaz’2010